Rods Entscheidung
LILY KONRAD
Rods Entscheidung
Die Wächter von Sisong – Band 6
Veröffentlichungsdatum: 13.3.2026
Wenn alles auf dem Spiel steht.
Ein alter Feind kehrt zurück. Eine Welt droht unterzugehen. Und ein Mann muss sich entscheiden und seine Zurückhaltung aufgeben, um seinen Planeten zu retten.
Der Planet Sisong steht vor dem Abgrund: Eine dunkle Macht, längst besiegt geglaubt, erhebt sich erneut und bedroht alles, was die Hüterin Cat, die Wächter – und insbesondere Rod, der älteste und erfahrenste unter ihnen – beschützen wollten. Doch der Kampf um Sisong wird nicht nur mit Magie und Dolchen geführt, sondern auch im Innersten der Beteiligten.
Rod, zerrissen zwischen Pflicht und Scham, sieht sich mit seiner vergangenen Liebe Naila konfrontiert – einer Frau, die auf der Seite der Feinde steht. Alte Wunden reißen auf, verborgene Gefühle setzen ihm zu, und mitten in einem tödlichen Konflikt muss er erkennen: Stärke zeigt sich nicht nur im Kampf, sondern auch im Mut, verletzlich zu sein.
Inmitten von sisonischen Drachen, dunklen Machenschaften und einem Kampf, der nicht nur das Schicksal einer Welt, sondern auch seiner selbst bestimmen wird, muss Rod sich entscheiden: Entweder er stellt sich seiner Verantwortung – oder er zerbricht an der Last.
„Rods Entscheidung“ ist der epische Abschluss der spannenden Fantasyreihe „Die Wächter von Sisong“ – voller Spannung, Emotion und Magie.
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Rod schob die Unterlippe vor und fixierte den anderen Wächter, während er die Situation so sachlich wie möglich betrachtete. Auch wenn er Verständnis dafür hatte, dass sich Mitch als Cats Gefährte in den Vordergrund drängte, ging es nicht an, dass einer allein eine Aufgabe übernahm, die nicht nur Pflicht, sondern sicher auch Anliegen von allen Wächterinnen und Wächtern war. Abgesehen davon, dass sie Cat ins Herz geschlossen hatten, war ihr Schutzversprechen an die Hüterin Grund genug, nun zusammenzustehen und ihr zu Hilfe zu eilen. Doch das erforderte ein planvolles gemeinsames Vorgehen, hinter dem Mitchs Rachegelüste zurückstehen mussten. Und obwohl es Rod nach wie vor widerstrebte, die Führungsrolle anzunehmen, die ihm zwar prinzipiell zustand, für die er aber noch keinen Auftrag von den anderen Wächtern hatte, sah er sich dennoch in der Pflicht, die weiteren Aktionen zu koordinieren und zu leiten.
Entschlossen und doch so rücksichtsvoll wie möglich teilte Rod Mitch das Ergebnis seiner Überlegungen mit: »Die Rettung der Hüterin ist jetzt unsere gemeinsame Verpflichtung. Wir werden Hand in Hand vorgehen, um sie zu suchen und die Schuldigen zu bestrafen.«
»Wirst du die Führung übernehmen?« Mitchs sturmgraue Augen musterten Rod forschend und mit deutlichen Zweifeln. »Wenn alle an einem Strang ziehen sollen, braucht es jemanden, der eine Richtung vorgibt. Du bist der älteste und erfahrenste von uns, aber du hast von deiner Autorität bislang nie Gebrauch gemacht.« Dabei sah er ihn auf eine Art an, dass Rod das Gesagte nicht als Vorwurf, sondern eher als Bitte verstand.
»Richtig.« Spätestens in diesem Augenblick warf er alle Bedenken über Bord und traf eine Entscheidung, wobei ihm deren Endgültigkeit glasklar bewusst war. Wenn er die Führungsrolle und damit die Verantwortung für das weitere Vorgehen übernahm, würde es keinen Weg zurück mehr geben. Doch das schreckte ihn nicht länger, sondern schien ihm zu diesem Zeitpunkt das einzig Richtige zu sein. »Bislang hatte ich es nicht für nötig gehalten. Aber das hat sich nun geändert.«


